Hilfreiche GUI-Programme

Im folgenden Abschnitt sind einige Programme mit graphischer Bedienoberfläche („Graphical User Interface“, kurz: GUI) vorgestellt, die bereits installiert sind oder einfach mittels apt nachinstalliert werden können.

Datei-Manager

caja

Der Standard-Dateimanager der Mate-Bedienoberfläche heißt caja. Er ist bereits vorinstalliert und wird automatisch geöffnet, wenn man beispielsweise über das Startmenü einzelne Orte wie beispielsweise das Home-Verzeichnis anwählt.[1]

Caja wird überwiegend mit der Maus bedient, hat allerdings auch ein paar nützliche Tastenkombinationen: Beispielsweise kann mittels Ctrl 1, Ctrl 2 und Ctrl 3 zwischen einer Symbol-, Listen- oder Kompakt-Ansicht der einzelnen Verzeichnisse umgeschaltet werden. Die Symbol-Ansicht kann beispielsweise praktisch sein, um sich eine schnelle Übersicht über ein Bilder-Verzeichnis zu verschaffen. In den meisten Fällen ist allerdings die Listen-Ansicht hilfreicher, da hierbei auch die Dateigröße und das Datum der letzten Änderung angezeigt wird; klickt man auf eine dieser Spaltenbezeichnungen, so werden die Dateien gemäß diesen Kriteriums sortiert aufgelistet (bei zweimaligem Anklicken in umgekehrter Reihenfolge.

Über das Menü Bearbeiten -> Einstellungen kann unter der Rubrik Ansichten festgelegt werden, welche der Ansichten standardmäßig gewählt werden soll („Neue Ordner anzeigen mit“).

gnome-commander

Möchte man nicht nur mit lokalen Verzeichnissen arbeiten, sondern Daten auch auf andere Rechner im Netzwerk/Internet übertragen, so bieten sich Datei-Manager an, die standardmäßig in zwei Fenster-Hälften aufgeteilt sind. Man kann somit beispielsweise in der linken Fensterhälfte ein lokales Verzeichnis ausgewählt haben, und in der rechten Fensterhälfte ein Verzeichnis eines entfernten Rechners öffnen; als Daten-Übertragungs-Protokolle sind dabei sowohl SSH wie auch FTP üblich.

Ein „klassischer“ derartiger Datei-Manager ist der so genannte Midnight Commander, der allerdings nur innerhalb eines Shell-Fensters aufgerufen werden kann (was Linux-Einsteiger leider zunächst oft abschreckt). Obwohl ich den Midnight Commander nur allzu sehr empfehlen kann (er ist bei mir neben Vim das wohl meist genutzte Programm), gibt es auch Programme mit einer graphischen Bedienoberfläche, die ähnliche Funktionen bieten – die wohl simpelste Variante ist eben der Gnome Commander. Er kann folgendermaßen installiert werden:

sudo aptitude install gnome-commander

Anschließend kann dieser Datei-Manager aus einer Shell heraus mittels gnome-commander oder über das Startmenü (meist Rubrik Zubehör) gestartet werden.

Die Navigation innerhalb der einzelnen Fensterhälften kann mittels der Maus oder über die Cursor-Tasten erfolgen, mit der Tab-Taste kann zwischen den beiden Fensterhälften gewechselt werden. Weitere nützliche Tasten-Kombinationen sind:

Internet-Anwendungen

firefox

Bei firefox handelt es sich um einen Standard-Webbrowser, der bei Debian/Ubuntu/LinuxMint bereits vorinstalliert ist.

../_images/firefox.png

Firefox kann daher bei einer neuen Installation unmittelbar genutzt werden; es ist allerdings empfehlenswert, noch einige Plugins nachzuinstallieren, welche den Browser um zusätzliche Features erweitern. Öffnet man über das Menü Extras -> Add-ons die Rubrik Erweiterungen und gibt im Suchfenster einen Suchbegriff oder den Namen des gewünschten Plugins ein, so werden die entsprechenden Ergebnisse aufgelistet. Die Plugins können dann durch einen simplen Mausklick installiert werden.

Persönlich benutze ich als Plugins den Werbeblocker Adblock Plus, den Skript-Blocker NoScript, den YouTube Video and Audio Downloader, das Entwickler-Tool Firebug sowie die Erweiterung Vimperator für eine Vim-artige Bedienung des Browsers.

pidgin

Bei pidgin handelt es um ein Chat-Programm, das mehrere Protokolle unterstützt – unter anderem auch Jabber (XMPP) und IRC. Dank des Zusatz-Plugins pidgin-otr ist beim Chatten auch eine verschlüsselte Kommunikation möglich. Das Programm kann folgendermaßen installiert werden:

sudo aptitude install pidgin pidgin-otr

Anschließend kann pidgin mittels der gleichnamigen Anweisung über eine Shell oder mittels Alt F2 gestartet werden; es erscheint zudem ein Eintrag im Programm-Menü unter der Rubrik „Internet“.

Startet man Pidgin, so bekommt man eine Übersicht mit Chat-Kontakten angezeigt; beim erstmaligen Start ist diese Liste leer. Über das Menü Konten -> Konten verwalten kann man ein neues Chat-Konto hinzufügen:

  • IRC wird für Gruppen-Chats verwendet. Ein neues Konto kann man sich (kostenlos) beispielsweise bei irc.freenode.net einrichten, wobei man einen noch nicht bereits vergebenen Benutzernamen und ein Passwort angeben muss; setzt man das Häkchen bei „Passwort speichern“, so muss man den Benutzernamen beziehungsweise das Passwort bei einem erneuten Start von Pidgin nicht erneut eingeben.[2]

    Anschließend kann man über das Menü Buddys -> Einen Chat betreten einen Chat-Kanal auswählen. Die meisten Gruppen-Chats sind offen zugänglich, so dass man kein Passwort angegeben muss. Über den Button Raumliste bekommt man eine Übersicht über alle „Chat-Rooms“ angezeigt, inklusive der Anzahl der jeweils teilnehmenden Benutzer. Hat man einen Chat ausgewählt (beispielsweise #vim), so kann man diesen durch Anklicken des jeweiligen Buttons wahlweise betreten oder diesen mittels Chat hinzufügen in die Buddy-Liste aufnehmen. Um einen in der Buddy-Liste gespeicherten IRC-Chat zu betreten, genügt ein Doppelklick auf den jeweiligen Eintrag.

    ../_images/pidgin-chat-fenster.png
  • Jabber (XMPP) wird für Chats mit einzelnen Freunden („Buddies“) verwendet. Für einen solchen Chat brauchen beide Kommunikationspartner ein XMPP-Konto. Ein solches lässt sich beispielsweise (kostenlos) bei jabber.ccc.de einrichten, wobei wiederum ein noch nicht existierender Benutzername und ein Passwort angegeben werden muss. Auch hier kann Pidgin die Konten-Daten wieder speichern, so dass sie bei einem Neustart von Pidgin nicht nochmals eingegeben werden müssen.

    Anschließend kann man über das Menü Buddys -> Buddy hinzufügen das XMPP-Konto eines Bekannten in die eigene Buddy-Liste speichern; haben sich beide Nutzer gegenseitig in ihrer Buddy-Liste gespeichert, so wird gegenseitig der Status des anderen Benutzers eingeblendet (online, abwesend, offline, oder eine benutzerdefinierte Nachricht). Um mit der jeweiligen Person zu chatten, genügt ein Doppelklick auf den jeweiligen Eintrag in der Buddy-Liste.

    Haben beide Benutzer (unabhängig davon, welches Chat-Programm sie benutzen) einen OTR-Support installiert, so kann die Kommunikation verschlüsselt werden. In Pidgin kann das OTR-Plugin über das Menü Werkzeuge -> Plugins aktiviert werden, indem man in der Liste ein Häkchen bei Off-the-Record Nachrichtenversand setzt. In einem Chat-Fenster erscheint dann ein eigener Menü-Eintrag namens OTR, über den eine verschlüsselte Unterhaltung begonnen beziehungsweise beendet werden kann.

thunderbird

Bei thunderbird handelt es sich um einen Standard-Email-Cient, der bei Debian/Ubuntu/LinuxMint üblicherweise bereits vorinstalliert ist; ist dies nicht der Fall, so kann er mittels sudo aptitude install thunderbird nachinstalliert werden.

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Startet man Thunderbird zum ersten Mal, so erscheint ein Einrichtungs-Assistenz-Fenster, über das ein Email-, RSS-Newsreader- oder auch Chat-Konto eingerichtet werden kann. Möchte man keine neue Email-Adresse einrichten, sondern ein bestehendes Email-Konto (beispielsweise bei www.gmx.de, www.web.de, o.ä) nutzen, so kann man in der Thunderbird-Startseite auf und anschließend auf Bestehende Email-Adresse verwenden klicken. Anschließend genügt es, den Benutzer-Namen, die Emailadresse und das Passwort anzugeben, den Rest übernimmt der Einrichtungs-Assistent von alleine.[3]

../_images/thunderbird-email-konto-2.png

In der Haupt-Ansicht können die Emails wahlweise nach Eingangsdatum, nach Absender oder nach Betreff sortiert werden; durch Drücken der Tasten 1 bis 5 kann einer Email auch ein Prioritäts-Schlagwort zugewiesen werden, wodurch wichtige Emails automatisch farblich hervorgehoben werden (durch ein nochmaliges Drücken der jeweiligen Ziffer wird die Markierung wieder aufgehoben. Klickt man im Posteinang auf eine Email, so wird deren Inhalt automatisch in der unteren Fensterhälfte angezeigt. Thunderbird bietet von sich aus auch ein Adressbuch zum Verwalten von Kontakt-Emailadressen.

Ähnlich wie bei Firefox kann man auch bei Thunderbird durch Add-ons erweitert werden. Klickt man auf das Menü Extras -> Addons, so kann man unter der Rubrik Erweiterungen gezielt nach verfügbaren Erweiterungen suchen. Eine empfehlenswerte Erweiterung ist Lightning: Dieses Add-on erweitert Thunderbird um einen Kalender und Aufgabenplaner.

../_images/thunderbird-kalender.png

Links:

Büro-Programme

abiword

Bei abiword handelt es sich um eine schlanke Alternative zum standardmäßig installierten Textverarbeitungs-Programm LibreOffice-Writer. Im Vergleich zu letzterem benötigt abiword wesentlich weniger Festplattenspeicher, es lädt wesentlich schneller und verursacht im laufenden Betrieb eine geringere CPU- und Arbeitsspeicher-Auslastung.

abiword kann folgendermaßen installiert werden:

sudo aptitude install abiword

Die Bedienung von abiword ist einfach und intuitiv; viele Icons und Arbeits-Routinen orientieren sich an LibreOffice beziehungsweise Microsoft Office. Abiword ist zudem mittels in Python oder C++ geschriebenen Plugins erweiterbar.

../_images/abiword.png

Nachteilig bei der Verwendung von abiword ist lediglich, dass die Formatierung von ursprünglich mit Microsoft Word erstellten Dokumenten teilweise nicht richtig wiedergegeben wird. Das Programm bietet also nicht den gesamten Funktionsumfang von LibreOffice, aber ist für ein schnelles Verfassen eigener Dokumente in den meisten Fällen ausreichend.

gedit

Bei gedit handelt es sich um einen einfachen, dafür allerdings leicht zu bedienenden Text-Editor. Unter Debian/Ubuntu/LinuxMint kann gedit folgendermaßen installiert werden:

sudo aptitude install gedit gedit-latex-plugin gedit-plugins

Anschließend kann der Editor aus einer Shell heraus mittels gedit oder über den gleichnamigen Eintrag im Startmenü (üblicherweise unter der Rubrik Zubehör) gestartet werden.

Aktiviert man über das Menü Bearbeiten -> Einstellungen die entsprechenden Plugins, so bietet gedit unter anderem ein Syntax-Highlighting für verschiedene Datei-Typen, eine Rechtschreibprüfung, sowie die Möglichkeit eigene „Snippets“ zu definieren. Damit sind beliebig umfangreiche „Eingabe-Templates“ gemeint, die durch Eingabe eines zugehörigen Kurzwortes und ein Drücken der Tab-Taste in das aktuelle Dokument eingefügt werden können. Da die Snippet-Syntax der von Vim-Ultisnips ähnlich ist, ist gedit als „einfaches“ Programm für Einsteiger und gelegentliche Nutzer durchaus empfehlenswert; an den Funktionsumfang von Vim kommt der Editor allerdings noch lange nicht heran.. ;-)

Links:

gnumeric

Bei gnumeric handelt es sich um eine schlanke Alternative zum standardmäßig installierten Tabellen-Programm LibreOffice-Calc. Im Vergleich zu letzterem benötigt gnumeric wesentlich weniger Festplattenspeicher, es lädt wesentlich schneller und verursacht im laufenden Betrieb eine geringere CPU- und Arbeitsspeicher-Auslastung.

../_images/gnumeric.png

gnumeric kann folgendermaßen installiert werden:

sudo aptitude install gnumeric gnumeric-plugins-extra

Die Bedienung von abiword ist einfach und intuitiv. Viele Icons und Arbeits-Routinen orientieren sich an LibreOffice beziehungsweise Microsoft Office; da das Programm bezüglich des Grundumfangs jedoch eher ‚schlicht‘ gehalten ist, findet man die ‚wichtigen‘ Funktionen bei nur gelegentlicher Nutzung meist schneller.

Gnumeric kann zudem mit benutzerdefinierten, in Python geschriebenen Funktionen erweitert werden; hierzu muss man über das Menü Werkzeuge -> Plugins und im erscheinenden Auswahlfenster einen Haken bei Python-Funktionen setzen; anschließend kann beispielsweise über das Menü Werkzeuge -> Python-Eingabefenster aus Gnumeric heraus ein Python-Interpreter gestartet werden. Gibt man dort import Gnumeric ein, so wird das zu Gnumeric gehörende Python-Modul geladen (das allerdings nur verfügbar ist, wenn Python aus Gnumeric heraus gestartet wird).

… to be continued …

Links:

libreoffice

Die LibreOffice-Suite ist ein mit Microsoft Office vergleichbares Programm-Paket. Es umfasst folgende Teilprogramme:

  • Libreoffice Calc ist ein mit Microsoft Excel vergleichbares Tabellen-Kalkulations-Programm.
  • Libreoffice Writer ist ein mit Microsoft Word vergleichbares Programm zum Schreiben von Briefen oder anderen Texten.
  • Libreoffice Impress ist ein mit Microsoft PowerPoint vergleichbares Programm zum Erstellen von Präsentationen.
  • Libreoffice Base ist ein mit Microsoft Access vergleichbares Programm zum Verwalten von Datenbanken.

Die übrigen Programme Libreoffice Draw zum Erstellen von Zeichnungen sowie Libreoffice Math zum Setzen von mathematischen Formeln sind bei mir bislang noch nie zum Einsatz gekommen; anstelle Draw verwende ich wesentlich lieber Inkscape, und zum Setzen von Texten (insbesondere mit mathematischen Formeln) nutze ich bevorzugt LaTeX.

zathura

Bei zathura handelt es sich um einen schlanken und schnellen PDF-Betrachter; er kann mit einer Vim -artigen Steuerung bedient werden.

sudo aptitude install zathura

Zathura kann wahlweise auch mit einem dunklen Farbschema genutzt werden, das in der Datei ~/.config/zathura/zathurarc festgelegt wird.

Zathura kann weitgehend mit der Tastatur bedient werden. Dabei gibt es folgende hilfreiche Hotkeys:

Taste Bedeutung
Tab Inhaltsverzeichnis anzeigen (sofern vorhanden)
PageDown, PageUp Seitenweise vor-/zurückblättern
J, K Seitenweise vor-/zurückblättern
j, k Zeilenweise vor-/zurückblättern
/, ? Suche nach Text (vor- beziehungsweise rückwärts
n, N Nächstes/Vorheriges Ergebnis der Textsuche
f Links auf der aktuellen Seite anzeigen; mit Zahl Enter gelangt man dorthin
gg, G Erste beziehungsweise Letzte Seite öffnen
Zahl G Seite mit angegebener Seitenzahl öffnen
+, - PDF-Datei vergrößert/verkleinert darstellen
a PDF-Datei auf Bildschirmhöhe einpassen
s PDF-Datei auf Bildschirmbreite einpassen
d Zwei Seiten nebeneinander darstellen (Buchmodus)
r Seite um 90 Grad nach rechts drehen
Ctrl r Zwischen „Light“- und „Dark“-Modus wechseln

Eine PDF-Datei kann zudem mit R neu geladen werden; dies ist allerdings kaum nötig, denn Zathura liest die Datei automatisch neu, wenn sie verändert wurde.

Bildbearbeitungs-Programme

gimp

Bei gimp handelt es sich um ein Programm zur Bearbeitung von PNG-, JPG- und anderen Bilddateien. Gimp gehört zum Standard von Debian/Ubuntu/LinuxMint und ist somit üblicherweise bereits vorinstalliert; falls dies nicht der Fall ist, so kann es mittels sudo aptitude install gimp nachinstalliert werden.

../_images/gimp.png

Beim ersten Start von Gimp über Menü -> Grafik -> GIMP oder durch Eingabe von gimp in einer Shell sollte zunächst über das Menü Fenster der so genannte Einzelfenster-Modus aktiviert werden; in diesem seit der Programm-Version 2.8 verfügbaren Modus verhält sich das Programm bezüglich des Fenster-Managements ebenso wie andere Graphik-Programme (beispielsweise Inkscape für SVG-Graphiken).

Gimp eignet sich gut zum Zuschneiden von Bildern, zum Anpassen der Farbsättigung und des Kontrasts, sowie zum Retuschieren von Photos bezüglich roter Augen, o.ä. Gimp kann auch als Malprogramm verwendet werden, allerdings empfiehlt sich hierfür dann auch die Verwendung eines Graphik-Tablets.

Links:

inkscape

Bei inkscape handelt es sich um ein Programm zur Erstellung von Vektor-Graphiken („Scaleable Vector Graphics“, SVG). Dieses Programm wird im eigenen Abschnitt Inkscape näher beschrieben.

Multimedia-Programme

audacious

Bei audacious handelt es sich um einen ebenso kleinen wie vielseitigen Audio-Player. Das Programm kann folgendermaßen installiert werden:

sudo aptitude install audacious

Gestartet werden kann audacious anschließend über Startmenü -> Multimedia -> audacious oder über die gleichnamige Shell-Anweisung.

Audacious bietet mehrere „Themes“, die das Aussehen der Bedienoberfläche maßgeblich beeinflussen:

  • Mit dem als Standard eingestellten „GTK-Interface“ sieht audacious fast aus wie ein Browser, wobei die einzelnen Tabs den einzelnen Wiedergabelisten entsprechen; die obere Zeile beinhaltet gewöhnliche Icons zur Wiedergabe, Lautstärke-Regulierung, Zufallswiedergabe, sowie zum Öffnen von Dateien.

    Durch einen Klick auf das a-Icon links oben im Fenster kann man über den Menü-Eintrag Datei -> Einstellungen das Erscheinungsbild und weitere Eigenschaften anpassen.

  • Mit dem „Winamp-Interface“ erscheint audacious mit einer Bedien-Oberfläche mit minimaler Größe; die aktuelle Playliste kann optional durch einen Klick auf den Pl-Button eingeblendet werden.

Die Wahl des Interfaces ist Geschmacksache: Das GTK-Interface bietet eine übersichtliche und mit der Maus gut bedienbare Darstellung (optional mit zusätzlichen Informationen), das Winamp-Interface hingegen bietet auf sehr kleinen (Touch-)Displays Vorteile.[4]

easytag

Bei easytag handelt es sich um ein Programm zur schnellen und einfachen Bearbeitung von Audio-Metadaten („ID3-Tags“).

sudo aptitude install easytag
../_images/easytag.png

Das Programm bietet, wie in der obigen Abbildung zu sehen, Eingabe-Formulare für die einzelnen ID3-Tag-Felder einer Audio-Datei; man kann im mittleren Auswahl-Fenster auch mehrere Dateien auswählen, um beispielsweise in allen Dateien auf einmal das Künstler- oder Album-Feld auszufüllen.

Easytag bietet bei Bedarf über Ansicht -> Scanner anzeigen eine einfache Möglichkeit, ID3-Tags automatisch anhand des jeweiligen Datei- beziehungsweise Verzeichnisnamens auszufüllen.

soundconverter

Bei soundconverter handelt es sich um ein Programm, das Audiodateien in beliebige andere Audio-Formate umwandeln kann. Das Programm unterstützt neben MP3 auch OGG, WAC, FLAC, MPC; es können wahlweise einzelne Dateien oder auch ganze Verzeichnisse umgewandelt werden.

Das Programm kann folgendermaßen installiert werden:

sudo aptitude install soundconverter lame gstreamer1.0-plugins-ugly

Das letzte Paket ist nur erforderlich, sofern auch MP3-Dateien konvertiert werden sollen.

../_images/soundconverter-einstellungen.png

Die Bedienung ist denkbar einfach:

  • Man klickt zunächst in der Symbolleiste auf den „Einstellungen“-Button einen Zielpfad für die neuen Audiodateien (Standard: Das gleiche Verzeichnis wie die Original-Dateien) sowie das gewünschte Ausgabe-Format aus.
  • Anschließend klickt man auf „Datei hinzufügen“ beziehungsweise „Ordner hinzufügen“, wodurch die zu konvertierenden Dateien im Hauptfenster aufgelistet werden.
  • Durch einen Klick auf „Umwandeln“ wird die Konvertierung gestartet. Der Fortschritt wird dabei anhand eines „Ladebalkens“ links neben der jeweiligen Datei angezeigt.

Der Soundconverter kann übrigens mit der gleichen Vorgehensweise genutzt werden, um Audio-Spuren aus beispielsweise .flv- oder .mp4-Videos zu extrahieren.

vlc

Bei vlc handelt es sich um einen weithin bekannten und vielseitigen Audio- und Videoplayer, der eine Vielzahl an gängigen Dateitypen unterstützt (MPG, AVI, FLV, MP3, OGG, usw). Das Programm kann folgendermaßen installiert werden:

sudo aptitude install vlc vlc-nox

Das Paket vlc-nox ist nicht zwingend nötig, bringt allerdings den Vorteil mit sich, dass damit der VLC-Player in einer Shell mittels nvlc Datei auch im Text-Modus starten lässt.

VLC lässt sich auch zum Abspielen von DVDs und CDs nutzen. Während unter neueren Versionen von Ubuntu/LinuxMint bereits alle dafür nötigen Codecs vorinstalliert sind, müssen auf Debian-Systemen folgende Pakete manuell nachinstalliert werden:

sudo aptitude install libc6 w32codecs libdvdcss2

Der VLC-Player lässt sich intuitiv über mittels der graphischen Bedienoberfläche bedienen; zudem gibt es folgende bisweilen nützliche Tastenkürzel:

Taste Bedeutung
Leertaste Pause/Fortsetzen
Ctrl \uparrow, Ctrl \downarrow Lautstärke erhöhen beziehungsweise verringern
Alt \rightarrow, Alt \leftarrow Video um \unit[10]{s} vor- beziehungsweise zurückspulen
Ctrl \rightarrow, Ctrl \leftarrow Video um \unit[1]{min} vor- beziehungsweise zurückspulen
-, +, = Video langsamer, schneller beziehungsweise mit normaler Geschwindigkeit abspielen

Obwohl der VLC-Player auch Audio-Dateien abspielen kann, nutze ich ihn persönlich fast ausschließlich zum Abspielen von Video-Dateien; für Audio-Dateien nutze ich hingegen bevorzugt audacious.

Hilfsprogramme

alarm-clock-applet

Bei alarm-clock-applet handelt es sich um einen schlichten Erinnerungsdienst mit Stoppuhr- und Uhrzeit-Funktion. Das Programm kann folgendermaßen installiert werden:

sudo aptitude install alarm-clock-applet

Anschließend kann alarm-clock-applet mittels der gleichnamigen Anweisung über eine Shell oder mittels Alt F2 gestartet werden; zusätzlich wird das Programm automatisch in die Liste der beim Start automatisch geladenen Programme aufgenommen, was über Startmenü -> Steuerzentrale -> Persönlich -> Startprogramme geändert werden kann. Ist das Programm aktiv, so erscheint in im Symbol-Abschnitt der Taskleiste ein kleines Wecker-Symbol.

../_images/alarm-clock-applet.png

Das Programm ist sehr einfach bedienbar: Klickt man mit einem Doppelklick auf das Wecker-Icon, so werden die Alarme angezeigt. Durch einen Klick auf das entsprechende Icon (oben links) wird ein neuer Alarm definiert, wobei man zwischen der Wecker- und der Stoppuhr-Funktion wählen kann:

  • Bei der Wecker-Funktion wird die angegebene Zeit (Stunden: Minuten: Sekunden) als Uhrzeit interpretiert.
  • Bei der Stoppuhr-Funktion wird die angegebene Zeit (Stunden: Minuten: Sekunden) als Countdown-Timer interpretiert.

Zusätzlich ist es empfehlenswert, eine Audio-Datei anzugeben, die abgespielt werden soll, wenn der Alarm ausgelöst wird; persönlich finde ich die standardmäßig bereits vorhandene Datei /usr/share/sounds/purple/alert.wav zwar nicht besonders klangvoll, aber durchaus als Wecker-Signal geeignet.[5] Lässt man das Feld frei, so wird beim Auslösen des Alarms nur ein Hinweis-Fenster am oberen rechten Rand des Bildschirms geöffnet.

Nach dem neuen Erstellen eines Alarms wird dieser automatisch aktiviert und in die Alarm-Liste aufgenommen; dort kann er ausgewählt und über die Icons in der Symbolleiste wahlweise bearbeitet, gestoppt oder auch wieder gelöscht werden. Nach dem Auslösen beziehungsweise Stoppen eines Alarms bleibt dieser dennoch in der Liste erhalten und kann somit als Vorlage für ein neues Alarm-Event verwendet werden.

ding

Bei ding handelt es sich um ein ein deutsch-englisch-sprachiges Wörterbuch. Das Programm und das zugehörige Wörterbuch kann folgendermaßen installiert werden:

sudo aptitude install ding trans-de-en

Anschließend kann ding mittels der gleichnamigen Anweisung über eine Shell oder mittels Alt F2 gestartet werden; es erscheint zudem (zumindest bei Debian/Ubuntu/LinuxMint mit Mate-Desktop) ein Eintrag im Programm-Menü unter der Rubrik „Büro“.

../_images/ding.png

Das Wörterbuch ist intuitiv bedienbar: Gibt man in der Eingabezeile einen Begriff ein und drückt Enter, so werden die entsprechenden Ergebnisse angezeigt. Gibt man dann erneut Text ein, so wird der Inhalt der Eingabezeile in der Regel automatisch überschrieben; notfalls kann diese mittels Ctrl U auch ohne ein Markieren des Textes mittels der Maus gelöscht werden.

Klickt man auf die Pfeiltasten neben dem Eingabefeld, so können die vorherigen Übersetzungen wieder angezeigt werden.

gnome-calculator

Bei gnome-calculator handelt es sich um ein unter Debian/Ubuntu/LinuxMint standardmäßig bereits installiertes Taschenrechner-Programm; es kann aus einer Shell heraus mittels gnome-calculator oder über das Startmenü aufgerufen werden (meist ist es in der Rubrik Zubehör zu finden).

../_images/gnome-calculator.png

Die Bedienung des Programms kann wahlweise über die Tastatur oder mittels der Maus erfolgen; bleibt man mit dem Maus-Cursor eine Weile über den einzelnen Buttons, so bekommt man eine kurze Beschreibung der jeweiligen Funktionen als Hilfe eingeblendet. Drückt man die Enter-Taste, so wird der eingegebene Term ausgewertet und das Ergebnis sowohl im oberen Fensterabschnitt (der Eingabe-History) sowie als Vorlage für weitere Rechnungen in der Eingabezeile angezeigt; auf diese Weise kann schnell mit den (Teil-)Ergebnissen weiter gerechnet werden. Drückt man hingegen die Esc-Taste, so wird der Inhalt der Eingabe-Zeile gelöscht.

guake

Bei guake handelt es sich um eine Shell, die auf Tastendruck am oberen Bildschirmrand ein- und ausgeblendet werden kann.

guake kann folgendermaßen installiert werden:

sudo aptitude install guake

Anschließend kann guake mittels der gleichnamigen Anweisung aus einer Shell heraus oder mittels Alt F2 gestartet werden. Ist guake aktiv, so kann mit den Standard-Einstellungen durch Drücken der Taste F12 ein Shell-Fenster am oberen Rand des Bildschirms eingeblendet werden; dieses kann wie jedes gewöhnliche Shell-Fenster genutzt werden. Klickt man allerdings mit der rechten Maustaste in dieses Fenster, so können die über den Menü-Eintrag Einstellungen unter anderem die Tastenkombinationen für guake geändert werden.

Das wichtigste Tastenkürzel betrifft das An- und Ausblenden des guake-Fensters; ich habe hierfür die Taste F1 ausgewählt, da diese bei Debian/Ubuntu/LinuxMint gewöhnlich Hilfe-Seiten zum aktuellen Programm öffnet. Dies kann auch störend sein, wenn man gelegentlich aus Versehen auf diese Taste drückt. Wird die Taste hingegen von guake belegt, so wird die ursprüngliche Funktion dieser Taste dadurch überlagert.

Mit guake können, ähnlich wie bei einem Webbrowser, auch mehrere Shell-Sitzungen als Tabs nebeneinander geöffnet sein. Ich nutze dafür allerdings lieber tmux, so dass bei mir die entsprechende von guake bereit gestellte Funktion ungenutzt bleibt.

keepassx

Bei keepassx handelt es sich um ein Programm zur sicheren Verwaltung von Passwörtern. Der Grundgedanke hierbei ist, dass man sich künftig nur ein gutes Passwort (oder den Namen einer selbst gewählten Schlüsseldatei) merken muss und dafür alle weitere Passwörter in verschlüsselter Form zentral verwaltet werden.

KeepassX kann folgendermaßen installiert werden:

sudo aptitude install keepassx

Anschließend kann keepassx mittels der gleichnamigen Anweisung über eine Shell oder mittels Alt F2 gestartet werden; es erscheint zudem ein Eintrag im Programm-Menü unter der Rubrik „Sonstiges“.

Beim ersten Start von KeepassX wird man unmittelbar durch ein Eingabe-Formular aufgefordert eine neue Datenbank für Passwörter anzulegen; dazu muss man angeben, in welcher Datei beziehungsweise in welchem Pfad die Datenbank gespeichert werden soll. Zudem muss wahlweise ein Passwort für diese Datenbank angegeben werden oder eine beliebige Datei aus dem Dateisystem ausgewählt werden, die als „Schlüsseldatei“ fungieren soll. Wählt man die letztere Variante, so muss zum Freischalten der Datenbank kein Passwort angegeben werden, sondern stattdessen die korrekte Datei ausgewählt werden.

../_images/keepassx-1.png

Einträge in die Passwort-Datenbank können zur besseren Übersichtlichkeit in verschiedene Gruppen unterteilt werden; diese werden im linken Fenster-Abschnitt von KeepassX angezeigt.

../_images/keepassx-2.png

Wer keepassx häufiger nutzt, wird sich vermutlich freuen, dass es für einige Funktionen auch Tastenkombinationen gibt: Den im aktuell ausgewählten Eintrag hinterlegten Benutzernamen kann man beispielsweise mit Ctrl b in die Zwischenablage kopieren, das zugehörige Passwort mit Ctrl c. Nach einer bestimmten Zeit, die über das Menü Tools -> Einstellungen festgelegt werden kann, wird die Zwischenablage automatisch wieder gelöscht, damit das Passwort nicht aus Versehen an anderer Stelle im Klartext eingefügt wird.

redshift

Bei redshift handelt es sich um ein Programm, das den Bildschirm je nach Tageszeit und geographischer Lage rötlich einfärbt – dies ist für die Augen definitiv entspannend.[6] Das Programm kann folgendermaßen installiert werden:

sudo aptitude install gtk-redshift

Anschließend kann Redshift über Programm-Menü -> Steuerzentrale -> Persönlich -> Startprogramme in die Liste der beim Start automatisch aufgerufenen Programme aufgenommen werden. Hierzu erstellt man einen neuen Eintrag, wobei der Programmaufruf folgende Syntax aufweisen sollte:

# Allgemeine Syntax:
gtk-redshift -l breitengrad:längengrad

# Beispiel für Augsburg (50 Grad Nord, 10 Grad Ost):
gtk-redshift -l 50:-10

Den Breiten- und Längengrad eines Ortes kann man beispielsweise über Wikipedia-Einträge ausfindig machen; alternativ kann der Ort auf OpenRouteService gesucht werden; dort wird der Breiten- und Längengrad automatisch oben rechts eingeblendet.

Mit den Ortsangaben kann das Programm beispielsweise errechnen, zu welchen Tageszeiten die Sonne am höchsten steht oder die Dämmerung einsetzt. Tagsüber wird der Bildschirm kaum eingefärbt, in den dunklen Stunden wird der Blau-Anteil reduziert beziehungsweise der Rot-Anteil erhöht.

Möchte man, beispielsweise bei der Gestaltung eines Flyers, gelegentlich auch die „echten“ Farben angezeigt bekommen, so kann redshift jederzeit über das Icon im Symbolfeld der Taskleiste an- beziehungsweise ausgeschaltet werden.

wine

Auch wenn es unter Linux für die meisten Zwecke eigene, auf dem Open-Source-Prinzip basierende Programme gibt, lassen sich bei Bedarf – allerdings ohne Garantie – kommerzielle Windows-Programme auch mittels des Windows-Emulators Wine installieren beziehungsweise bedienen. Um Wine unter Ubuntu/LinuxMint zu installieren, sollte man folgendermaßen vorgehen:

sudo add-apt-repository ppa:ubuntu-wine/ppa
sudo apt-get update
sudo apt-get install wine1.8

Nach der Installation von Wine können Windows-Programme (auch Installations-Programme) mittels wine programm.exe aufgerufen werden. Mittels winecfg beziehungsweise des entsprechenden Eintrags im Programm-Menü kann eine graphische Konfigurations-Oberfläche gestartet werden.

Das Emulieren von Programmen mit Wine hat allerdings Nachteile: Einerseits kann es (insbesondere bei alten Geräten) zu einer erheblichen Prozessor- und Speicherlast führen, andererseits sind Windows-Programme in der Regel nicht auf Linux-Systeme abgestimmt und stellen letztlich Sicherheitslücken dar. Wine sollte daher nur dann genutzt werden, wenn es unbedingt erforderlich ist, man dem Software-Hersteller vertrauen kann und (noch) kein entsprechendes Linux-Programm existiert.

Systemverwaltungs-Programme

gparted

Bei gparted handelt es sich um einen Partitions-Manager, mit dem verschiedene Partitionen auf lokalen Festplatten oder USB-Sticks erstellt und verwaltet werden können.Das Programm kann folgendermaßen installiert werden:

sudo aptitude install gparted

Gestartet werden kann gparted nur mit SuperUser-Rechten, da das Programm bei nicht gewollter Benutzung auch die Partitionierung der System-Festplatte unbrauchbar machen kann. Aus einer Shell heraus kann gparted also wahlweise mit sudo gparted oder mit sudo gparted geraetname gestartet werden. Im letzteren Fall kann nur das entsprechende Gerät bearbeitet werden, im ersteren (beispielsweise /dev/sdb), im ersteren kann das zu bearbeitende Speichermedium über den Auswahl-Button oben rechts beziehungsweise das erscheinende Menü festgelegt werden.

../_images/gparted.png

Gibt es auf einem Speichermedium noch keine Partition, so kann eine solche über das Partitionen-Menü neu erstellt werden; als Standard sollte eine GPT-Partitionierung verwendet werden.

Über das Menü Partition können dann bestehende Partitionen gelöscht sowie neue hinzugefügt werden. Als Dateisysteme sind dabei folgende üblich:

  • Linux-Partitionen sollten mit dem Dateisystem ext4 formatiert werden. Dieses ist ausgesprochen verlässlich und unterstützt auch Dateigrößen von mehr als 4 GB.
  • USB-Sticks und andere Speichermedien, die auch auf auf Windows-Rechnern, Kopiergeräten usw. eingesetzt werden sollen, sollten mit fat32 formatiert werden. Dieses Dateisystem unterstützt allerdings keine Symlinks und unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung.
  • Partitionen, die als „erweiterter Arbeitsspeicher“ genutzt werden sollen, müssen mit dem Dateisystem swap formatiert werden.

Über das Menü Partition -> Manage Flags können zudem auch „Markierungen“ für einzelne Partitionen gesetzt werden; beispielsweise muss bei USB-Sticks, auf denen ein Linux-Live-System installiert ist, die Option bootable gesetzt werden, damit ein Booten von diesem Gerät ermöglicht wird.

unetbootin

Bei unetbootin handelt es sich um ein Programm zum Erstellen von bootfähigen Live-USB-Sticks. Das Programm kann folgendermaßen installiert werden:

sudo aptitude install unetbootin

Gestartet werden kann unetbootin nur mit SuperUser-Rechten, da das Programm – wie jedes Partitionierungs-Programm – bei nicht gewollter Benutzung auch die Partitionierung der System-Festplatte unbrauchbar machen kann.

../_images/unetbootin.png

Die Bedienung von unetbootin ist prinzipiell einfach: Nachdem man eine ISO-Datei der gewünschten Linux-Distribution heruntergeladen hat, wählt man dieses unter der Rubrik Diskimage aus, indem man auf den ...-Button klickt. Am unteren Rand des Fensters muss dann noch der Device-Name des Ziel-USB-Sticks angegeben werden (diesen kann man beispielsweise durch Eingabe von lsblk in einem Shell-Fenster ermitteln). Anschließend muss man nur noch auf Ok klicken, die Einrichtung des Live-USB-Sticks nimmt Unetbootin dann von selbst vor.

Weiterführende Tutorials

An dieser Stelle sind ein paar weitere Tipps für hilfreiche Open-Source-Programme mit graphischer Bedienoberfläche aufgelistet.


Anmerkungen::

[1]Der Standard-Dateimanager der ebenfalls weit verbreiteten Desktop-Umgebung Cinnamon heißt nemo, bei der für alte Hardware optimierten Umgebung LXDE heißt der Standard-Dateimanager PCMan. Diese sind bezüglich des Aussehens und der Bedienung dem Datei-Manager caja sehr ähnlich.
[2]Auch wenn das Passwort für ein Benutzerkonto in Pidgin gespeichert wird, so ist eine zusätzliche Sicherung des Passworts beispielsweise mittels des Passwort-Managers Keepassx sinnvoll, falls man beispielsweise den Account einmal mit einem anderen Chat-Programm oder auf einem anderen PC nutzen möchte.
[3]Je nach Email-Provider muss zunächst über die Online-Bedienoberfläche eine Nutzung der IMAP- beziehungsweise POP3-Funktion vorab freigeschaltet werden. Bei www.gmx.de muss man beispielsweise über in der Rubrik Emails zunächst auf den Einstellungen-Button und anschließend auf POP3/IMAP-Abruf klicken; dort kann dann ein Haken bei E-mails per externem Programm (Outlook, Thunderbird) versenden und empfangen gesetzt werden. Diese „Umständlichkeit“ liegt nicht an Firefox, sondern am jeweiligen Email-Provider – vermutlich entgehen diesem nämlich Werbe-Einnahmen, da sich der „Kunde“ bei einer Nutzung von Thunderbird kaum noch auf der Webseite des Email-Providers aufhält.
[4]Persönlich verwende ich einen Raspberry Pi mit einem auf die GPIO-Pins aufgesteckten 3,5"-Display und einer externen USB-Soundkarte als portable Wiedergabe-Station für aktive Lautsprecherboxen.
[5]Nach der Datei alert.wav kann in einer Shell auch manuell mittels locate alert.wav gesucht werden.
[6]Der physikalische Grund für diesen Effekt ist im Abschnitt Die Farbwahrnehmung des Menschen beziehungsweise den dortigen Unterabschnitt Tag- und Nachtsehen näher beschrieben.